das archiv

des angewandten realismus

 

 

diese seite ist als sich ständig wandelnde baustelle angelegt.

hier wird all da zusammengetragen, was sich im umfeld des bueros ereignet hat.

fein säuberlich geordnet nach zeit und alphabeth.

 

 

  1. Die Zeittafel

 

vor 1981

09.11.1980 Tropfsteine: Ein Konzert in den Gemeinderäumen der evangelischen Kirchengemeinde zu Ludwigshafen-Maudach. Vier junge Musiker, darunter zwei künftige Gründungsmitglieder des angewandten Realismus hatten zu später Stunde verabredet, dieses Konzert zu veranstalten. Bis zu diesem Zeitpunkt, aber eigentlich auch danach hatte die Formation weder ein musikalisches Konzept, noch eigene Stücke oder gar eine Idee, was auf diesem Konzert geschehen sollte...

 

1981

 

1982

 

1983

 

1984

04. 06. Die Absurde Banane: wird gemeinhin als die offizielle Geburtsstunde des Bueros gehandelt. Am 4. Juni 1984 fand im Contra (Ludwigshafen) ein Dada-Abend rund um die Banane statt. Zwei Mülltonnen rezitierten eifrig Faust, Zur Melodie von Smetanas Moldau spielten zwei Akteure mit Bananenscheiben Schach, auf einem Bananenmanifest prangte das Konterfei von CDU-Politiker Heiner Geissler. Höhepunkte des Abends waren eine Kinderwagenszene, in dem eine Riesenbanane merkwürdigste Töne von sich gab sowie der damals noch recht junge Walter Walzel, der hier seinen ersten Liveauftritt hatte und das Publikum mit seiner Grace-Kelly-Interpretation zu Ovationen hinriss. Als Abschluß des Abends ein als Podiumsdiskussion getarnter Bananen-Eß-Wettbewerb, der in einer Schalenschlacht zwischen Bühne und Zuschauern endete. Alsdann das erklingen der Internationale. Danach kann nichts mehr kommen Personal: Aichert, Gisela, Hutter, Thomas, Jetter, Elke, Scharf, Jochen, Schott, Gernot Van der Buchholz, Helmut und Walzel, Walter.

 

1985

 

1986

 

1987

Mannheim, im Sommer 1987. Abenteuer unter Tage: Ein betoniertes Millionenloch erwacht für drei Tage zu neuem Leben. Neben einigen Lokalgrößen sind auch Kiev Stingl, der Plan und der angewandte Realismus geladen, sich zu präsentieren. >Preperation for Stalingrad.

 

1988

 

1989

 

1990

 

Warten auf den Sonnengott: Titel einer Installation des >BfaR in der >Welserstraße 26 im Sommer 1990. Teil der Deutschland-Aktionsreihe von 1989 – 1992. Die strahlende Sonne des Sozialismus war verblasst und lag auf einem Schutthaufen im Nebenzimmer, während im Zentrum der Installation dem Warenkonsum als der neuen Sonne gehuldigt wurde. Doch auch dieser entpuppte sich als wertloser Sand. Das Warten auf den Sonnengott dauert bis heute an.

 

1991

 

Triste Maries: Modeclique um den Montoya-Donneberg-Clan. Traten mit der Produktion “Heads and Hats” an die Öffentlichkeit. Hutmodenschau im Vorgarten der Welserstr. 26 im Rahmen der Dreizehn Tage in Ketten. Aus dem Küchenfenster heraus wurden Köpfe und Hüte aus eigener Produktion (nur die Hüte) präsentiert, während im Garten Kohlköpfe und anderes Gemüse von der Guillotine des Tschogy McWolf, auf Anweisung von Marie Antoinette, geköpft wurden. Schön anzusehen.

 

1992

 

1993

Accessories to the Crime: Modenschau im Sommer 1993 in der >LKW Werkstatt. Gemäß einem amerikanischen Wortspiel sollte der Titel präsentieren, was denn der gepflegte Schwerverbrecher zum Verbrechen zu tragen pflegt. Im Anschluß daran Exportartikel nach >Bremen.

 

1994

Mein Leben ist ein Zombie: Spielfilm von Dorothea Donneberg, 1993-94. Darsteller und Ausstattung nahezu komplett aus dem Umfeld des angewandten Realismus. Zuerst waren da die Zombiekostümeaus einer Fotosession und einer vorangegangenen Tanzperformance “Strawinski: Le sacre du printe­mps”. Selbige Kostüme waren wohl zu schade für den Müll, aber zu sehr Schrabber für den Fundus. Deshalb beschloß man zu­sammen mit Kamerafrau D. Donneberg, zur Limburg zu fahren, um die Kostüme und ihre damit herausgeputzten Zombies in bewegten Bildern der Nachwelt zu hinterlassen. Die Ergebnisse dieses Dokumentar-Treffens fanden dann alle derart beeindruckend, daß beschlossen wurde, noch ein paar weitere Kameratermine zu vereinbaren. Nach und nach füllte sich die Zahl der Filmpuzzlestücke zu einer solchen Menge, daß eines Tages (so ziemlich am Ende) beschloß, doch ein Drehbuch anzufertigen. Dank vieler schöner Drehorte, toller, z.T. selbst gefertigter Requisite und Garderobe und vieler qualifizierter Statisten kam ein meistervolles Mammutwerk zustande. (Stummfilm mit Live-Vertonung, über 35 min.) Premiere im Kultursommer 1994 in der LKW-Werkstatt in Ludwigshafen. Mit dem herausgeschnittenen Rohmaterial, welches bestimmt nochmal so lang ist, ließe sich gewiß noch ein wunderschöner Film zurechtbasteln. Wenn das Zelluloid nicht verschollen wäre...

 

1995

 

1996

 

1997

 

1998

 

1999

 

2000

 

2001

 

09.07. Croquet-Trainingslager im Ebertpark. Näheres unter Leibesübungen

 

17. & 18. 08. 1.       Ubu roi sur la lune      Theater im  Kulturdepot Ludwigshafen
Enthüllungstheater, sehr frei nach Alfred Jarry
20. Juli 1969. „Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Menschheit.“ Der Adler ist gelandet. Nach einem kurzen, aber heftigen Streit betritt Armstrong vor Aldrin den Mond. Die USA haben den Wettlauf durch das All gewonnen. Wirklich? Nach diesem Theaterstück wird die Geschichte der Raumfahrt neu geschrieben werden müssen. Nicht Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond, nein, die zerstrittenen Astronautenmüssen feststellen, dass sich schon vor ihnen eine Schar exzentrischer Geschöpfe auf dem Erdtrabanten niedergelassen hat: Ökoobstbauern, Aussteiger, Extremsportler und vor allem ein korpulenter Monarch europäischer Herkunft mit großem Mundwerk und schlechten Manieren, der hier sein Königreich errichtet hat. Und König Ubu sagt auch den Amerikanern sehr schnell, was Sache ist.Knifflige Zustände sind also unabdingbar. Und das Publikum wird nicht nur an der gewohnt charmanten Darstellungs- und Spielart des Bueros seinen Genuß haben, sondern darf sich auch an den neuesten bühnentechnischen Errungenschaften der Ludwigshafener Theaterreformer erfreuen.
Very strange, indeed. Ein kleiner Tritt für den Menschen, ein großer Tritt für die Menschheit…

 

  1. Die Ereignisse

 

 

  1. Die Personen

 

 

  1. Die Orte