Was Hamburger LehrerInnen so empfohlen wird ...

    "Die Tesore der Banken beflügeln seit jeher die Phanstasie. Hier ist in Übermaß gelagert, woran es den meisten Menschen mangelt. Wer der Arbeit überdrüssig ist oder sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, träumt von einem Lottogewinn oder phantasiert von dem Veränderung versprechenden Bankraub. Und bei keinem anderen Delikt können die Täter nach einem gelungenen Coup auf soviel Symphatie hoffen, wie nach einem Einbruch in eine Bank oder einem Banküberfall.

    Die zahlreichen AutorInnen des Buches haben keine einheitliche Position zum Bankraub. Viele Beiträge sind von einer fröhlichen Indifferenz inspiriert, was eine Auswahl der Titel zeigt: Ronni Biggs, Superstar - vom Wert der Öffentlichkeitsarbeit beim Bankraub, Ich wollte ein edler Räuber sein - die Kimmel- Bande, ein Pfälzer Mythos, Die Bank-Ladies - wenn Frauen zu sehr rauben, Von Goldeseln und Tupamaros, Notgroschen der Revolution - "Banken" der Bewegung 2. Juni, Bytes statt Banknoten - die Zukunft des Bankraubs, Endlich Weltnivau - Bankraub in der DDR vor und nach 1989, Handwerk hat goldenen Boden - reale Technik und ein fiktiver Raub.

    In ZDF-Aspekte vom 20. Oktober hieß es: dieses Buch sei ein "wissenschaftlich fundierter und zugleich höchst vergnüglicher Reiseleiter durch die mWelt der professionellen Dieberei" und zugleich eine der "skurrillsten Neuerscheinungen der Buchmesse in diesem Jahr"

    EYKE GREVE

    aus: HLZ (Hamburger Lehrezeitung) vom Dezember 2000 S. 50.